Lehrprobe · FHNW Muttenz · 09.11.2026

Zwei Bilder.
Ein räumlicher
Zusammenhang.

Wie wird aus zwei Fotografien ein vermessener Geländepunkt? Entdecken Sie die Geometrie hinter dem Stereoautographen.

Vom Bildstrahl zur Höhenlinie.
Ein interaktives Lehrmodell – direkt im Browser.
01 / RÄUMLICHER VORWÄRTSSCHNITT Live-Modell
Zwei Messstrahlen bestimmen einen Punkt Perspektivische Schemazeichnung im lokalen System. Die Kamerazentren C links und C rechts stehen 20 Meter auseinander. Ihre Strahlen treffen sich im Punkt P. Mit dem Tiefenregler ändern sich Punktlage und Parallaxe. XYZ B = 20 m P CLCR ZWEI RICHTUNGEN.EINE GEMEINSAME LAGE.virtuelle Bildebenen
näher · 60 mferner · 200 m
Horizontalparallaxe30,0 mm
p = cB / Y

Weiter entfernt.
Kleinere Parallaxe.

Schema · X = 30 m, Z = 10 m · c = 150 mm

Am Ende können Sie01 Bildstrahlen erklären02 Tiefe aus Parallaxe bestimmen03 Messfehler erkennen

Der Lernweg

Erst vorhersagen.
Dann selbst verändern.

Arbeiten Sie in drei Schritten: Vermutung formulieren, am Modell prüfen und die Beobachtung geometrisch begründen.

01

Nähe & Ferne

Die Tiefe verdoppelt sich. Was geschieht mit der Verschiebung zwischen den Bildern?

Skript · S. 8 & 12
02

Die schwebende Messmarke

Bringen Sie die Teilmarken in beiden Bildern mit demselben Geländepunkt zur Deckung.

Skript · S. 9–10
03

Wenn Strahlen sich verfehlen

Stören Sie die Bildhöhen. Woran erkennen Sie den Widerspruch, und wie lässt er sich ausgleichen?

Skript · S. 6 & 11

Das interaktive Instrument

Vom Bildpunkt
zum Geländepunkt.

Modell im eigenen Fenster

Mit Maus, Touch oder Tastatur bedienbar.

Stereoautograph / 3D-Modell

Die Geometrie liegt in Ihren Händen.

Bewegen Sie den Punkt, verändern Sie die Bildmessung oder setzen Sie die Messmarke auf das Gelände.

Oder direkt öffnen

Das vollständige Modell wird beim Starten geladen.

Ein durchgehendes Zahlenbeispiel

CL = (0, 0, 0) m · CR = (20, 0, 0) m
Links (45, 15) mm · rechts (15, 15) mm · c = 150 mm

p = 45 − 15 = 30 mmY = 150 mm · 20 m30 mm = 100 mP = (30, 100, 10) m
Unter welchen Voraussetzungen gilt diese Rechnung?

Der terrestrische Normalfall setzt parallele horizontale Blickachsen, eine horizontale Basis entlang +X, die gleiche Kammerkonstante und hauptpunktzentrierte, verzeichnungskorrigierte Bildkoordinaten voraus. Die virtuellen Bildebenen liegen zur Anschauung vor den Kameras.

Y ist die Tiefe in Blickrichtung, keine Schrägstrecke. X zeigt nach rechts und Z nach oben. Z = 10 m bezeichnet die Höhe über dem lokalen Nullniveau. Ein amtlicher Lage- oder Höhenbezug braucht einen vermessenen Anschluss. Im Modell mit gestörten Bildhöhen wird bei gleicher Messgenauigkeit die mittlere Bildordinate verwendet.

Den Zusammenhang prüfen

Was nehmen Sie mit?

Drei kurze Fragen zum Modell. Treffen Sie eine Entscheidung und prüfen Sie anschliessend Ihre Begründung.

Selbsttest0 von 3 richtig beantwortet
01 Die Tiefe verdoppelt sich. Wie verändert sich die Parallaxe?

Die Basis und die Kammerkonstante bleiben unverändert.

02 Was gibt dem relativen Stereomodell einen metrischen Massstab?

Die relative Orientierung des kalibrierten Bildpaars ist bereits bestimmt.

03 Beide Bildhöhen unterscheiden sich. Was bedeutet das im Normalfall?

Die korrespondierenden Bildpunkte sind demselben Objektpunkt zugeordnet.

Ihre Antworten bleiben in diesem Browserfenster und werden nicht gespeichert.

Zum Weiterarbeiten

Das Material zur Lehrprobe.

Vom Instrument zur Rechnung: die bereitgestellten Unterlagen und das interaktive Modell für die eigene Nachbereitung.